Standpunkt · 3 Minuten Lesezeit

Warum ich eine KI-gestützte Online-Rechtsabteilung brauche

Der teuerste Rechtsfall ist der, den niemand als Fall erkannt hat.

Der Fall, den niemand bemerkt hat

Ein Brief kommt herein. Ein Lieferant bestätigt einen Auftrag — mit ein paar Bedingungen, die so nicht bestellt waren. Jemand liest ihn, hält ihn für Verwaltungskram und legt ihn ab. Niemand hat entschieden, ihn nicht zu prüfen. Es war nur niemand dafür zuständig.

Drei Monate später ist daraus ein Fall geworden: Ein Anspruch gilt als anerkannt, eine Rügefrist ist abgelaufen, die Gewährleistung ist weg. Jetzt sieht man den Fall. Vorher nicht.

Deshalb ist der Satz „Wir haben doch kaum Rechtsfälle“ ehrlich gemeint und trotzdem unvollständig. Gezählt wird, was aufgefallen ist — ein Rechtsfall, der nicht auffällt, ist trotzdem einer. Der Vertrag, der sich stillschweigend um ein Jahr verlängert. Die Rechnung, die still verjährt. Der Bescheid mit der Monatsfrist, der zwischen zwei Urlauben liegen blieb.

Es fehlt nicht die Sorgfalt, es fehlt die Zuständigkeit

Wo sich die Stelle eines Juristen nicht rechnet, gibt es sie nicht. Die Arbeit fällt trotzdem an: Verträge, Kündigungsfristen, offene Forderungen, Behördenpost mit einer Frist darauf. Sie landet bei der Geschäftsführung oder im Sekretariat, zwischen zwei anderen Aufgaben — ohne Frist, ohne Akte, ohne zweiten Blick.

Das ist die eigentliche Lücke. Es fehlt nicht der Anwalt. Es fehlt die Abteilung davor.

Was eine Online-Rechtsabteilung tut

Genau dafür ist CEAVEO® LEGALinhouse gebaut. Jedes eingehende Schreiben geht durch dieselbe Aufnahme — einscannen, lesen, einordnen —, ob es verdächtig aussieht oder nicht. Sichtbar wird, was daran auffällig ist: welche Fristen darin stehen und welcher Anspruch behauptet wird.

Daraus entsteht ein Fall, der nach einem juristischen Prüfungsschema durchgearbeitet, mit Normen und Entscheidungen belegt und nach Risiko eingestuft wird: Grün macht Ihr Unternehmen selbst, Rot geht an Ihre externe Kanzlei — mit einer sortierten Akte statt mit einem Schuhkarton. Verträge, Fristen und Forderungen laufen im selben System mit: Kündigungsfristen entstehen automatisch aus dem Vertrag und stehen jeden Morgen um sechs in einer Übersicht, überfällige Forderungen melden sich von selbst.

„Das kann meine normale KI doch auch“

Für den einzelnen Text stimmt das. Für den Vorgang nicht.

Ein Chat beantwortet, was Sie ihm geben. Er sagt Ihnen nichts über das, was Sie ihm nicht gegeben haben. Genau das ist aber der teure Fall: Er liegt im Posteingang, weil ihn niemand für einen Fall gehalten hat — und wird deshalb auch keinem Chat vorgelegt.

Dazu kommen drei Unterschiede, die in der Bauart liegen:

Wo die Grenze liegt

LEGALinhouse ersetzt keinen Anwalt und will das nicht. Jede KI-Ausgabe ist ein Entwurf zur Prüfung durch einen Menschen, keine Rechtsberatung: Das Rechtsrisiko wird je Ausgabe eingestuft, jedes erzeugte PDF trägt das Wasserzeichen ENTWURF, und wo es um Beratung, Streit oder die Vertretung vor Gericht geht, gehört der Vorgang an eine externe Kanzlei — die dann mit sortierter Akte, vollständiger Fristenlage und einem Entwurf anfängt. Sie bezahlen dort Beratung statt Sortieren.

Denn der Anwalt repariert alles — außer der Frist, die abgelaufen ist, und dem Fall, von dem niemand wusste.

Was es kostet

Die Tarife beginnen bei 20 Euro im Monat, Team bei 50, Business bei 150 — netto zzgl. MwSt. und monatlich kündbar.

Dem steht keine gesparte Zeit gegenüber, sondern vermiedene Verluste — und die erscheinen in keiner Buchhaltung als Verlust, sondern als weitere Jahresgebühr oder als Ausbuchung. Ein Rahmenvertrag über 500 Euro im Monat, der sich ungewollt um ein Jahr verlängert, kostet 6.000 Euro. Rechnen Sie es mit Ihren eigenen Zahlen durch.

Verarbeitet wird in Deutschland und der EU, mit Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und ohne Training mit Ihren Daten. Personenbezogene Daten können vor jeder KI-Anfrage pseudonymisiert werden.

Der nächste Schritt

CEAVEO LEGALinhouse läuft im Echtbetrieb und ist derzeit in geschlossener Beta — die Zugänge vergeben wir persönlich. Im November erscheinen alle Produkte gemeinsam. Wenn Sie sehen möchten, was in Ihrer eigenen Post steckt: Sprechen Sie uns an. Zwanzig Minuten genügen für den ersten Eindruck.

Ihre Rechtsabteilung — digitalisiert.

Standpunkt von CEAVEO · Stand: August 2026

Sehen, was in Ihrer Post steckt

Wir zeigen Ihnen in zwanzig Minuten, wie CEAVEO® LEGALinhouse eingehende Schreiben aufnimmt, Fristen führt und Fälle vorbereitet — geprüft, DSGVO-konform, in Deutschland und der EU verarbeitet.